Schon einmal etwas von den Weihnachtsinseln gehört? Damit meinen wir weder die jährlichen Weihnachtsferien am Ende des Jahres, noch die ganzjährig geöffneten Weihnachtsläden. Die Weihnachtsinseln sind tatsächlich existierende Inseln – zwei an der Zahl.
Ei
ne liegt im Indischen Ozean und gehört heute zu Australien, die andere liegt im Pazifik, auf halber Strecke von den USA nach Australien und ist Teil des Inselstaates Kiribati.
Zwar trennen die Inseln ca. 9500 Kilometer, jedoch haben sie auch einiges gemeinsam.
Beide können, nach deutschem Standard, nicht unbedingt weihnachtliches Klima vorweisen. Hinzu kommt, dass beide von großen Seefahrern entdeckt wurden, wo übrings auch die Antwort auf die Frage des außergewöhnlichen Namens liegt.
Die Christmas Island im Indischen Ozean wurde als erste entdeckt. Am 25. Dezember 1643 erreichte Kapitän William Mynors die Insel, trug sie in sein Logbuch ein und segelte weiter, ohne noch einen Gedanken an die Inseln zu verschwenden. Wegen des Datums der Entdeckung wurde sie Weihnachtsinsel genannt.
Erst der Pirat William Dampier schaute sich auf der Insel, 145 Jahre nach ihrer Entdeckung, genauer um. Dabei entdeckte er Phosphat, ein Bodenschatz, der unter anderem als Dünger verwendet werden kann. Groß Britannien, damals auch Herrscher über das benachbarte Australien, nahm sich der winzigen Insel und deren Bodenschätze an. Seit 1958 gehört die Insel zu Australien. Der Größte Teil der Insel ist ein Nationalpark, was von einer vielfältigen Flora und Fauna zeugt.
Auch die Weihnachtsinsel im Pazifik wurde an Weihnachten entdeckt. James Cook, der größte Weltentdecker der Geschichte, verbrachte, gemeinsam mit seiner Crew, Weihnachten 1777 auf der unbewohnten Insel. Die Entdeckung der Weihnachtsinsel gehörte zu Cooks dritten und letzten Expedition. Der Abendteurer kam 1779, während eines Konflikts mit Einheimischen, auf Hawaii ums Leben.
Die Weihnachtsinseln gehören also zu den Biographien von großen Seeleuten, Entdeckern und Abenteurern, die im 18. Jahrhundert die Südsee unsicher gemacht haben. Der bereits erwähnte Pirat William Dampier, war sogar Vorbild für den berühmten Robinson Crusoe Roman von Daniel Defoe.
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