Ein Gastbeitrag von Johannes Heim
Wer schon immer begeistert war von Sprachen, der hat sich sicher auch schon zu Schulzeiten oder im Studium gefragt, ob man damit nicht auch etwas Direktes später im Beruf machen kann. Gerade Englisch, als die Weltsprache schlechthin, bietet dafür unzählige Möglichkeiten, wie man mit sehr guten Sprachqualifikationen seine Chancen in vielen Bereichen des Arbeitsmarktes verbessert.
Als allgemeine Fähigkeit wird Englisch in eigentlich jedem Beruf, der sich an ein Studium anschließt, verlangt.
Eine der naheliegendsten Berufswahlen, die sich direkt mit Sprache beschäftigt, ist zum Beispiel der Übersetzer. Als nicht geschützter Begriff kann zwar eigentlich jeder als Übersetzer arbeiten, aber es bietet sich doch an, dass man, wenn es einem damit ernst ist, das Handwerk dazu auch an einer Fachhochschule oder Universität erlernt. Dazu gibt es gerade in Deutschland viele Möglichkeiten zum Beispiel an der Fachhochschule Madgeburg Stendal oder das „literaturübersetzen“ in Düsseldorf an der dortigen Universität.
Die Spezialisierungsmöglichkeiten für Übersetzer sind vielseitig. So sind staatlich vereidigte Übersetzer unter anderem für offizielle Dokumente zuständig, wenn diese vor Gericht eine Rolle spielen und Literaturübersetzer haben sich auf das Übersetzen von Büchern spezialisiert, die nicht in einem wissenschaftlichen Bereich angesiedelt sind. Für letzteres gibt es dann wieder extra Übersetzer, meist Leute mit diesbezüglichem Hintergrund, die die verschiedenen Disziplinen der Wissenschaft terminologisch beherrschen und daher vornehmlich solche Texte übersetzen.
Übersetzer haben einen geschichtsträchtigen Beruf. Die Bibelübersetzungen der Antike aus dem Griechischen und anderen Sprachen ins Lateinische und später durch den großen Reformator Luther ins Deutsche sind erste Meilensteine des Übersetzertums. Heutige Erfolge sind zum Beispiel die Übertragung von Harry Potter aus dem Englischen in über 65 Sprachen.
Desweiteren kann man mit Sprachen als Dolmetscher tätig werden. Diese übersetzen entweder konsekutiv, also nachdem der zu Übersetzende einen Teil gesprochen hat, oder als Simultandolmetscher sogar während eines ununterbrochenen Redeflusses. Diese zweite Art des Dolmetschens ist so anstrengend, dass man zwischen den Einheiten, in denen man übersetzt, öfter Pausen macht. Dafür sind gute Simultandolmetscher allerdings händeringend gesucht in allen Sprachen, denn nicht jeder ist in der Lage, diese Tätigkeit befriedigend auszuführen.
Der Autor ist bei twago, der Onlineplattform für Freelancer wie zum Beispiel Übersetzer im Online-Marketing tätig und schreibt über Sprachen und Social Media.