Anfang Mai sorgte mal wieder das Auktionshaus Sotheby‘s in New York für Aufregung auf dem globalen Kunstmarkt. Das Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch wurde für 119,9 Mio. US-Dollar an einen anonymen Bieter versteigert. Auktionier bei dieser Versteigerung: Tobias Meyer – gebürtiger Frankfurter, der in Wien aufwuchs und studierte. 1997 ist er nach New York gegangen und ist mittlerweile Direktor für zeitgenössische Kunst bei dem Traditionshaus Sotheby‘s.
Die Geschichte von Sotheby’s geht auf das Jahr 1744 zurück. Damals noch in London ansässig versteigerte Samuel Baker “mehrere hundert seltene und wertvolle Bücher” aus der Bibliothek des Rt. Hon. Sir John Stanley. Erst 1955 zog der Hauptsitz von Sotheby’s nach New York. Heute macht das Auktionshaus vor allem durch Versteigerungen von Kunst auf sich aufmerksam.
Auktionen machen vor allem Sinn bei Gegenständen, bei denen der Marktpreis nicht ganz ersichtlich ist. „Zum ersten, zum zweiten und zum dritten“ heißt es vor allem bei Kunst, Antiquitäten und Juwelen. Das war zumindest so, bevor Ebay die Welt des Internets erobert hat. Seit 1995 kann jeder seinen Alltagsschrott versteigern. Persönlichkeiten wie Tobias Meyer fehlen hier jedoch gänzlich.
Ein Besuch bei Sotheby‘s lohnt sich in jedem Fall. Wer sich gerade nicht in den USA aufhält, kann sich eine Auktion auch live im Internet ansehen. Dafür einfach die Webseite von Sotheby‘s besuchen.






