Sieht man Männer bekleidet mit einem knielangen karierten Rock, gerät man oft ins Schmunzeln. Doch die meisten wissen eigentlich gar nicht, was sich hinter dieser Tradition verbirgt. Der Schottenrock oder auch „Kilt“ genannt ist eine alte schottische Tradition aus dem 18. Jahrhundert. Erstmals wurde der Kilt von Fabrikarbeitern getragen. 1725 entwickelte der englische Fabrikbesitzer Thomas Rawlinson das Kleidungsstück um seine Arbeiter bei der Arbeit zu schützen.
Der große Kilt (belted plaid) war Decke und Kleidungsstück in einem. In heißen Sommern legte der Hochlandschotte ihn ab und verknotete das lange Hemd, das er trug, zwischen den Beinen oder aber nahm einen wesentlich dünner gewebten Plaid. Wer es sich leisten konnte, trug die für das Hochland typischen langen Hosen, die trews, während die Lowlandschotten einfarbige Kniehosen und weiße Strümpfe bevorzugten.
Nach der Schlacht bei Culloden 1746 wurde das Tragen des Kilts verboten. Das Verbot wurde schon 1782 wieder aufgehoben, aber in „Mode“ kamen Kilts erst wieder im 19. Jahrhundert.
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